11.11.2014

Pressestimmen zum 1. Kreativwochenende

Auf Initiative der Kunstakademie fand vom 9.-12. Oktober in Bad Reichenhall das 1. Kreativ-Wochenende statt. Ging es bei der interdisziplinären Tagung „Kreativität und Kreativitätsforschung“ um die Theorie der Kreativität, konnte man bei 5 Schnupperkursen direkt in die Praxis einsteigen. Präsentiert wurde den 30 anwesenden Journalisten auch das Jahresprogramm 2015.


Hier eine kleine Auswahl von Pressestimmen:

Süddeutsche Zeitung, 16. November 2014

Auszug aus dem Artikel „Eine Akademie erfindet sich neu. Brigitte Hausmann, die neue Leiterin des Bildungszentrums in Bad Reichenhall, hat viele Pläne“ von Sabine Reithmaier

„(…) Brigitte Hausmann, promovierte Kunsthistorikerin, aber auch ausgebildet in Kulturmanagement, hat den Posten Anfang 2014 angetreten. (…) Inzwischen hat sie sich gut eingearbeitet, was unschwer an der Vielzahl der Veränderungen zu erkennen ist. Nicht nur der Programmkatalog sieht völlig anders aus, auch der Internet-Auftritt ist völlig neu gestaltet, einerseits aus technischen Gründen, andrerseits weil die alte Seite so „handwerklich“ aussah. „Unsere Kursteilnehmer sehen sich aber als Künstler“, sagt Hausmann. Und ergänzt, dass diese „Change-Prozesse“ eben notwendig seien, um die Erwachsenenbildungseinrichtung „zukunftsfähig“ zu machen, ihre neue jüngere Zielgruppen zu erschließen und gleichzeitig natürlich die alten Kunden zu erhalten. Kontinuität und Wandel also, ein ziemlicher Balanceakt in einem hart umkämpften Markt, denn an Möglichkeiten, sich kreativ zu verwirklichen, besteht in der Umgebung kein Mangel. „Ich setze auf hohe Qualität“, sagt Hausmann. Und auf eine bessere Auslastung. Von den fünf Ateliers in der Alten Saline seien im Jahresschnitt nur 2,5 belegt, hat sie ausgerechnet. Daher bietet sie jetzt 70 weitere Seminare an, insgesamt 220 Kurse mit mehr als 120 Dozenten. Außerdem versucht sie, aktuelle Strömungen der Gegenwartskunst ins Programm zu integrieren. Bislang dominierte in Bad Reichenhall die Malerei. Auch 2015 steht sie im Mittelpunkt, aber neben ihr und anderen traditionellen Gattungen wie Bildhauerei oder Grafik finden sich auch Fotografie, Video, Medien- und Installationskunst. Thomas Florschuetz, der in Berlin lebende Fotokünstler, der Ende der Achtzigerjahre durch seine spektakulären Tableaux aus Körperteilen bekannt wurde, leitet einen einjährigen Meisterkurs. Einen der Studiengänge Malerei übernimmt Heribert C. Ottersbach, der Neo Rauch als Malereiprofessor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig nachfolgte. Andere neue Dozenten sind die Malerinnen Rosa Loy, Katrin Plavcak, Rebecca Raue, der Plastiker Rui Chafes oder die Fotokünstlerinnen Frauke Eigen und Kirsten Johannsen. Jens Schubert, Vertreter der Neuen Leipziger Schule, gibt seine Erfahrungen im Linolschnitt weiter. (…)

Ein anderes Pilotprojekt widmet sich dem Thema „Kunst und Arbeit“. In Workshops kann man darüber nachdenken, wie die Kreativität von Teams noch gefördert werden kann. Neu sind auch die Kinderkurse, die den Weg ins Programmheft fanden, weil die Kursteilnehmer – 90 Prozent sind Frauen – nachfragten, ob für ihre Kinder auch etwas geboten werde.

An Ideen mangelt es Hausmann nicht. 2016 will sie den Bereich Design integrieren, weil es dafür kaum Angebote in ähnlichen Einrichtungen gibt. Und eine Zukunftsvision für ihr Haus hat sie auch: die Akademie als Denkzentrum, in dem über Kultur und Kreativität interdisziplinär diskutiert wird.“

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"ensuite – Zeitung zu Kultur & Kunst", Bern, Nr. 143, November 2014, S. 11-14

Auszug aus dem Artikel „Das Salz der Kreativität“ von Lukas Vogelsang

„[…] Und wieder werde ich überrascht: Jede Befürchtung, bei der Kunstakademie könnte es sich um einen Bastel-Hobbyverein oder ein Ferienlager für gelangweilte Kurgäste handeln, ist falsch. Kunst ist hier wirkliche und ernsthafte Kunst, kein Vergnügen. Über 2000 Kursteilnehmer besuchen hier pro Jahr Kurse, die von ungefähr 150 KünstlerInnen ausgerichtet werden. Ein Grund mehr, in Bad-Reichenhall ein weiteres Mal tief Luft zu holen.

Die Kreativ-Tagung

Der eigentliche Grund meiner Pressereise war natürlich das 1. Kreativ- Wochenende mit dem Motto: „Zukunftspotential Kreativität“. Es war als Gipfeltreffen von TrendforscherInnen, PhilosophInnen, KünstlerInnen, MusikerInnen, PsychologInnen und Ökonomen gedacht. Und die waren da: […] „“

Prof. Dr. Rainer Holm-Hadulla, Kreativitätsforscher und Professor für Psychotherapeutische Medizin in Heidelberg, erzählte über „Die vielen Gesichter der Kreativität. Neuigkeiten aus der Kreativitätsforschung“. Prof. Dr. Welsch, Philosoph, em. Professor für Philosophie, Universität Jena, referierte über „Kreativität und Kontingenz – Warum Zufälle uns voranbringen“. Prof. Heribert C. Otterbach, Künstler, Professor für Malerei und Grafik, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig meinte: „Kann man Kreativität lehren?“ Prof. Dr. Michael Hutter, Ökonom und Soziologe, Leiter der Forschungsabteilung „Kulturelle Quellen von Neuheiten“ am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin mit Forschungsprofessur zu „Kultur, Wissen, Innovation“ an der TU Berlin, erläuterte die „Kulturtechniken für das Finden von Neuem“. Und zum Schluss kam noch Prof. Dr. Ino Augsberg, Professor für Rechtsphilosophie, Universität zu Kiel, mit seinem Vortrag: „Penser, c’est trouver la bonne citation. Wissenschaftliche und künstlerische Kreativität zwischen romantischen Geniekonzept und Plagiatsverdacht.“

Wenn man diese Namen liest, erhält man einen ersten Eindruck, wie intellektuell es in Bad-Reichenhall abging. Die Referate waren auf zweieinhalb Tage verteilt, durch ein auflockerndes Ironman-Marathon-Rahmenprogramm verbunden – mein Kopf kocht noch heute. Ich werde in den nächsten Monaten immer wieder Fragmente aus diesen Vorträgen hier im Magazin einfliessen lassen. Das Material, welches sich ansammelte, sucht seinesgleichen in dieser Breite und Tiefe. Und so überraschte Bad-Reichenhall schon wieder, diesmal mit einer unerwartet geballten Ladung an Wissen. Wenn diese Stadt diese Themen in dieser Qualität weiterzieht, wird das Salz bald zur Nebensache. […] Bad-Reichenhall ist reich an Salz der Kreativität.“

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chasedmagazine.com , 23.20.2014

Auszüge aus dem Bericht „What´s On: Kunstakademie Bad Reichenhall“ von Sandra Ratkovic

„Im Oktober lud die Kunstakademie Bad Reichenhall im Rahmen des ersten Kreativwochenendes der Stadt zu einem Tag der offenen Tür. Wir waren mit dabei und durften hinter die Kulissen dieser wirklich traumhaft gelegenen Kunstschule inmitten der bayrischen Alpen schauen. (…) Schon das Gebäude ist einladend und inspirierend. In einer alten Saline gelegen bietet es den Kunstschülern großflächige Ateliers und freundliche Seminarräume. (…) Die Kunstakademie bietet interessierten Schülern Kurse in den Bereichen Malerei, Fotografie, elektronische Medien, Form, Konzept, Bildhauerei, Skulptur und vieles mehr. Die Dozentennamen der Schule können sich durchaus hören lassen. Unter ihnen sind bekannte Größen wie Prof. Heribert C. Ottersbach, Prof. Christian Macketanz oder Prof. Katja Davar.

Ein besonderes Highlight des Wochenendes war ein fantastischer Photowalk hoch in den Bergen mit der Künstlerin Dr. Kirsten Johannsen, die ebenfalls an der Schule unterrichtet. Aufgabe des Walks war es, Natur bewusst wahrzunehmen und als Bild zu kreieren.

Direktorin der  Kunstakademie ist Dr. Brigitte Hausmann, die uns bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Akademie führte und uns das Konzept der Schule vorstellte. In einer von Offenheit und Neugier geprägten Atmosphäre steht die Kunst in ihren vielfältigen Erscheinungsformen im Zentrum. Auch soll interessierten Kunststudenten die Möglichkeit eines qualifizierten Kunststudiums gegeben werden, auch wenn sie keinen Platz in den überfüllten Hochschulen ergattern konnten. Die Studien bestehen aus Präsenzkursen in Bad Reichenhall und freien Blöcken. Also eine spannende Alternative für alle Kunstinteressierten, die ein flexibles Studium möchten. Wir durften beim Tag der Offenen Tür in spannende Malerei-, Plastik- und  Bildroman-Kurse hineinschnuppern und auch selber unser künstlerisches Talent ausprobieren. (…)

Uns hat besonders die freundliche, persönliche Atmosphäre, die wunderschöne Lage und das hohe Niveau der Dozenten der Bad Reichenhaller Kunstakademie beeindruckt und wir kommen sicherlich wieder.“

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Freilassinger Anzeiger, 13.10.2014

Auszüge aus dem Artikel „Akademie bricht ins 21. Jahrhundert auf. Jugendkurse und Fotokunst sind neu im Haus. 70 neue Dozenten werden im Jahr 2015 erwartet“ von Veronika Mergenthal

Künftig möchte die neue Leiterin Dr. Brigitte Hausmann regelmäßig Kinder- und Jugendkurse anbieten und auch sonst 2015 und 2016 jede Menge neue Ideen umsetzen. Die Anregung für die Kinder- und Jugendkurse gaben Kursteilnehmerin mit Kindern. So können Eltern und Kinder künftig miteinander in Bad Reichenhall Kreativ-Urlaub machen. Hausmann hat dieses Angebot aber auch für Familien aus Bad Reichenhall und der Region gedacht, die ihren Nachwuchs ans künstlerische Tun heranführen möchten. So könnten bei der Jugend neben der Kreativität in den elektronischen Medien auch die vielen anderen gestalterischen Talente gefördert werden. Hausmann, selbst erfahrene Kunstvermittlerin, würde diesen Bereich gerne ausbauen. Den Anfang machen 2015 als „Testlauf“ drei Kurse. (…)

2015 gibt es insgesamt etwa 60 bis 80 Kurse mehr als bisher, nachdem Hausmann ausgerechnet hat, dass von den fünf Ateliers im Jahresschnitt nur 2,5 belegt sind. Das würde nach Ansicht der Direktorin auch die Kunst-Campus-Atmosphäre und die Teilnehmer bereichern: Sie könnten in andere Kurse hineinschauen und mit anderen Dozenten oder Teilnehmern ins Gespräch kommen. Neben 50 bereits etablierten Dozenten hat sie für nächstes Jahr 70 neue engagiert. Dabei achtete sie auf fundierte Ausbildung, Lehrerfahrung und Bekanntheit.“

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genussmaenner.de, 17.10.2014 | Reisen

Auszug aus dem Artikel „Eine Reise wert: Bad Reichenhall. Entspannung und Kulturgenuss vor grandioser Alpenkulisse“ von Jörg Raach

„Das in den oberbayerischen Alpen gelegene Bad Reichenhall, Bayerisches Staatsbad seit 1899, wartet vor der Kulisse eines gewachsenen europäischen Kurorts hierbei mit einem besonders attraktiven Angebot auf. Bereits seit mehreren Jahren lädt die Kunstakademie Bad Reichenhall, europaweit eine der größten ihrer Art, auch Gäste und Besucher in einem Bautrakt der Alten Saline dazu ein, malend, fotografierend oder gestaltend die eigenen kreativen Seiten neu zu entdecken oder weiterzuentwickeln – angeleitet und inspiriert von einem 120 Dozenten und Künstlern umfassenden Team.
Nach einem Wechsel in der Führung ist 2014 eine Neukonzeption im Sinne einer stärkeren Öffnung zur Gegenwartskunst vorgenommen worden, 70 Dozenten sind neu. Neben den traditionellen Kursen in Malerei, Plastik, Zeichnung und Grafik werden künftig auch Fotografie, Video und Medienkunst, selbst körper-, aktions- und raumbasierte Kunstformen soll Raum gegeben werden. Zahlreiche Kursangebote berücksichtigen dabei die besonderen zeitlichen und atmosphärischen Ansprüche von Urlaubern und lassen auch genügend Zeit für intensiven Austausch untereinander sowie mit den jeweiligen Dozenten. Eine gut sortierte Künstlerbedarfshandlung sowie ein ambitioniertes Restaurant, beides in unmittelbarer Nachbarschaft der Akademie angesiedelt, vervollständigen die erstklassige Infrastruktur des Hauses.“